Lösungsansatz
Der Interim Manager Accounting, Björn Thiele, übernahm nicht nur die operative Prüfungsbegleitung, sondern strukturierte gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsprüfung, Buchhaltung und Management.
1. Strukturierung der Prüfungskoordination
Bereits kurz nach Projektstart zeigte sich, dass der Zeitrahmen äußerst knapp war. Zwischen Projektbeginn Mitte Januar und Prüfungsstart lagen nur wenige Wochen. Eine vollständige qualitative Analyse aller Buchhaltungsprozesse war unter diesen Voraussetzungen kaum möglich.
Der Interim Manager konzentrierte sich daher zunächst auf die Herstellung von Transparenz und Priorisierung:
- Strukturierung aller offenen Prüfungsanforderungen
- Koordination von Nachweisen, Rechnungs- und Bankbelegen
- Abstimmung mit den Gesellschaften und Fachbereichen
- Steuerung von Rückfragen der Wirtschaftsprüfer
- Unterstützung der Mitarbeitenden bei fachlichen Anforderungen nach HGB
Durch die enge Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsprüfern entstand eine belastbare und lösungsorientierte Arbeitsbasis.
2. Operative Unterstützung und fachliche Klärung
Parallel zur Prüfungskoordination unterstützte der Interim Manager bei bilanziellen und organisatorischen Fragestellungen innerhalb der Gesellschaften.
Dabei zeigte sich schnell, dass insbesondere folgende Themen zusätzliche Aufmerksamkeit erforderten:
- Rückstellungen und Personalthemen
- Intercompany-Verrechnungen
- Personalweiterbelastungen zwischen Gesellschaften
- Überstunden- und Resturlaubsbewertungen
- Abstimmungsprozesse innerhalb der Buchhaltung
- Dokumentations- und Nachweispflichten
Fehlende kaufmännische Führung und unklare Entscheidungswege führten in mehreren Bereichen zu Verzögerungen. Der Interim Manager übernahm daher zusätzlich koordinative und fachliche Verantwortung, um Entscheidungen voranzutreiben und offene Themen pragmatisch zu lösen.
3. Verbesserung der Kommunikation zwischen den Gesellschaften
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Interim Management Projekts war die Verbesserung der internen Kommunikation.
Im Verlauf des Projekts wurde deutlich, dass Zeitpläne, Anforderungen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Unternehmensgruppe teilweise nicht ausreichend kommuniziert wurden. Einzelne Schlüsselpersonen waren nicht eingebunden oder standen kurzfristig nicht zur Verfügung.
Der Interim Manager adressierte diese Herausforderungen aktiv:
- Einführung strukturierter Abstimmungen zwischen Standorten
- Verbesserung der Transparenz zu Prüfungsanforderungen
- Unterstützung bei der Abstimmung zwischen Management und Fachbereichen
- Sensibilisierung für prozessuale und organisatorische Risiken
- Hinweise auf strukturelle Themen wie fehlende HR-Strukturen und unklare Verantwortlichkeiten
Dadurch konnten mehrere kritische Prüfungs- und Abstimmungsthemen rechtzeitig bearbeitet werden.
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