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Interim Management hat sich im deutschsprachigen Raum vom Kriseninstrument zu einem festen Bestandteil moderner Führungs- und Transformationsarbeit entwickelt. Das belegt die AIMP-Marktstudie DACH 2026, die im Juni auf dem 20. AIMP-Jahresforum in Bonn vorgestellt wurde. Für Unternehmen im Mittelstand liegt der eigentliche Wert der Studie weniger in den einzelnen Zahlen. Er liegt in dem, was sich daraus für konkrete Personalentscheidungen ableiten lässt.
Die Studie erscheint bereits zum 21. Mal und wird wissenschaftlich von Prof. Dr. Markus Lemberger (Hochschule für angewandtes Management, München) begleitet. Erhoben wurde sie im 360-Grad-Ansatz: befragt wurden 119 Kunden, 19 Provider und 664 Interim Manager. Damit rückt die Kundensicht deutlich in den Vordergrund und genau diese Perspektive ist für Auftraggeber sehr aufschlussreich.
Wir haben die Ergebnisse aus Anbietersicht gelesen und für Sie eingeordnet.
Der Markt bleibt stabil, wird aber selektiver
Mit einem Volumen von 3,75 Milliarden Euro zeigt sich der DACH-Markt robust und das trotz Investitionszurückhaltung und längerer Entscheidungszyklen. Das Gesamtbild ist allerdings zweigeteilt. Spezialisierte Provider und erfahrene Interim Manager berichten von stabiler Nachfrage und hoher Auslastung. Andere Marktteilnehmer spüren die Zurückhaltung stärker und kämpfen mit längeren Vertriebszyklen.
Für Sie als Entscheider bedeutet das vor allem eines: Verfügbarkeit allein ist kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist der Zugang zu den wenigen Profilen, die ein anspruchsvolles Projekt vorantreiben.
Die Art der Suche verrät die Erwartung
Wenn eine Schlüsselposition offen ist oder ein Projekt zu kippen droht, gehen Unternehmen den Weg über spezialisierte Interim Management Provider. Rund 83 Prozent suchen im Bedarfsfall dort, nicht über Stellenanzeigen und nicht über Plattformen. Auch bei der tatsächlichen Vermittlung dominiert dieser Kanal: Ein Großteil der Projekte kommt über Provider zustande.
Wer eine vakante Führungsrolle überbrückt oder eine Restrukturierung anstößt, hat keine Zeit für eine offene Suche mit ungewissem Ausgang. Gefragt ist ein vorqualifizierter Kreis, aus dem sich in Tagen statt Monaten die passende Besetzung ableiten lässt.
Woran Sie einen guten Interim Management Provider erkennen, lässt sich aus der Studie gut ableiten:
- Ein qualitätsgesichertes Netzwerj, in dem Profile geprüft und nicht nur gesammelt sind.
- Ein echtes Verständnis für die Funktion und die Branche, um die es geht.
- Tempo bei der Vorauswahl, ohne dabei an der Passung zu sparen.
Was Auftraggeber heute wirklich bewerten
Interim Management ist im Mittelstand angekommen. Nahezu alle befragten Unternehmen kennen das Modell, und ein Großteil hat bereits damit gearbeitet. Interessant wird es bei den Kriterien, an denen Auftraggeber die Zusammenarbeit messen. Ganz oben steht nicht der Titel oder der Lebenslauf, sondern drei Eigenschaften: Umsetzungsstärke, Integrität und Fachexpertise, in genau dieser Reihenfolge.
Ein erheblicher Teil der Interim Manager ist seit mehr als zehn Jahren selbstständig. Interim Manager übernehmen in kurzer Zeit Verantwortung, ohne Einarbeitungsphase und verlassen das Unternehmen wieder, sobald die neuen Strukturen stabil laufen.
Für die Auswahl heißt das: Fragen Sie weniger danach, was jemand kann und mehr danach, was jemand in vergleichbaren Situationen bereits umgesetzt hat.
Die Kostenfrage
Der am häufigsten genannte Grund gegen einen Interim-Einsatz ist der Preis. Das ist nachvollziehbar, greift aber zu kurz. Ein Tagessatz ist sichtbar. Die Kosten einer monatelang unbesetzten Schlüsselposition sind es nicht, zudem sind sie fast immer höher.
Rechnen Sie ehrlich gegen: liegengebliebene Projekte, verzögerte Entscheidungen, überlastete Teams, die verpasste Chance im Markt. Interim Management ist selten die günstigste Option auf dem Papier. Gemessen an den Kosten des Stillstands ist es oft die wirtschaftlichste. Genau deshalb betrachten immer mehr Unternehmen den Einsatz nicht als Ausgabe, sondern als Investition in Handlungsfähigkeit.
Drei Schlüsse für Ihre nächste Personalentscheidung
Aus der AIMP-Marktstudie DACH 2026 lassen sich für Entscheider im Mittelstand drei praktische Erkenntnisse ziehen:
- Kanal vor Zeitdruck.
Der schnellste Weg zu einer belastbaren Besetzung führt über einen spezialisierten Interim Management Provider mit geprüftem Netzwerk, nicht über die offene Suche. - Wirkung vor Lebenslauf.
Umsetzungsstärke und nachgewiesene Erfahrung schlagen formale Kriterien. Fragen Sie nach Ergebnissen, nicht nach Titeln. - Gesamtkosten vor Tagessatz.
Der ehrliche Vergleich ist nicht Interim gegen Festanstellung, sondern Interim gegen die Kosten des Stillstands.
Unsere Einordnung
Was die Studie in Zahlen zeigt, erleben wir bei Interim Aid täglich in der Praxis. Unternehmen kommen nicht zu uns, weil sie eine Lücke füllen wollen, sondern weil sie eine Veränderung absichern müssen. Unsere Aufgabe ist es, in kurzer Zeit die eine Person zu finden, die dieser Aufgabe gewachsen ist. Dass der Markt genau diesen Weg bestätigt, ist für uns weniger Überraschung als Bestätigung.
Die vollständige AIMP-Marktstudie DACH 2026 mit allen Kennzahlen und Zeitreihen finden Sie hier.
Wenn Sie eine Schlüsselposition zu überbrücken haben oder ein Transformationsprojekt absichern möchten, sprechen Sie uns an. In einem kostenlosen Ersttermin klären wir, welches Profil zu Ihrer Situation passt.

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